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Unser Orthopädisch-Unfallchirurgisches Zentrum bietet eine umfassende Expertise in der Behandlung von Tumoren der Knochen und des Bewegungsapparates. Knochentumore des Bewegungsapparats sind – verglichen mit anderen Tumorerkrankungen – relativ selten und weisen meist ein gutartiges Verhalten auf. Bösartige Formen stellen einen geringen Anteil an allen Krebserkrankungen und bedürfen der Erfahrung eines spezialisierten Zentrums.
Zertifiziert durch die Deutsche Krebsgesellschaft
Die Behandlung in unserem Zentrum wird in einem multidisziplinären Team aus Tumororthopäden, Onkologen, Sarkomchirurgen, Strahlentherapeuten, Pathologen und Radiologen festgelegt, um die modernste operative und onkologische Therapie anzubieten.
Unsere Expertise für Ihre Gesundheit
Das Team der Speziellen Traumatologie
Prof. Dr. med. Sascha Gravius, MHBA
Direktor des OUZ | Klinikdirektor für Orthopädie
Leiter Endoprothetikzentrum
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Spezielle Orthopädie
Spezielle Unfallchirurgie
Zertifizierter Senior-Hauptoperateur
sascha.gravius@umm.de
Publikationen
Dr. med. Mohamad Bdeir
Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Zertifizierter Senior-Hauptoperateur
Hygienebeauftragter
mohamad.bdeir@umm.de
Publikationen
Behandlung von Knochensarkomen
Die Therapie von Knochensarkomen wird im Rahmen der Tumorkonferenz interdisziplinär (u.a. durch Tumororthopädie, Onkologie, Strahlentherapie) festgelegt. Knochensarkome (u.a. Osteosarkome, Chondrosarkome, Ewing-Sarkome) betreffen meistens die Extremitäten und das Becken und werden in unserer Klinik operativ therapiert. Operationen bei Knochentumoren stellen meistens individuelle Eingriffe dar, sodass sich die Rekonstruktionsstrategie der Knochendefekte unterschiedlich ausfällt. Die Knochendefekte an den Extremitäten werden z. B. mit modularen Tumorprothesen rekonstruiert. Zudem ist in bestimmten Fällen der Einsatz von biologischem Knochen (z.B. Wadenbein) zur Rekonstruktion notwendig.
Die chirurgische Therapie der Sarkome am Becken bedarf meistens die Entfernung eines Teiles des Beckens (Hemipelvektomie). Hier stellt sich die Rekonstruktion des Defektes aufwendiger und individueller dar. Dies richtet sich nach der Größe des Knochendefektes und reicht von Tumorprothesen bis zu individual maßangefertigten Prothesen (z.B. Beckenteilersatzprothese).
Behandlung von gutartigen Knochentumoren
Gutartige Knochenveränderungen (benigne Tumore) sind häufig und werden meist als Zufallsbefunde im Rahmen der ärztlichen Behandlung von Unfallfolgen oder anderen Erkrankungen festgestellt (z.B. im Röntgen oder MRT). Zu den häufigsten benignen Knochentumoren gehören unter anderem das Osteochondrom (Exostose), das Enchondrom, die aneurysmatische Knochenzyste und das Osteisosteom. Nicht alle gutartigen Knochentumoren bedürfen einer operativen Therapie und oft ist die Beobachtung mit regelmäßigen Verlaufskontrollen als Behandlungskonzept ausreichend. In unserer Sprechstunde beraten wie Sie über Ihren Tumorbefund und die notwendige Therapie
Behandlung von gutartigen Tumoren oder tumorähnlichen Läsionen der Gelenke
Benigne Läsionen der Gelenke sind selten und in den meisten Fällen Zufallsbefunde im Rahmen einer Diagnostik (z.B. MRT zur Abklärung von Beschwerden, Arthroskopie, Implantation eines Kunstgelenkes). Das Ursprungsgewebe ist in den allermeisten Fällen die Synovialis oder das periartikuläre Bindegewebe. Zu den häufigsten Läsionen der Gelenke zählen die Pigmentierte Villonoduläre Synovitis (PVS, Riesenzelltumor der Sehnenscheiden), das intraartikuläre Hämangiom, die synoviale Chondromatose und das Lipoma arborescens. Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Beschwerden. Meistens ist der Befund mit einschränkenden Beschwerden verbunden, sodass die operative Therapie angezeigt ist.
Behandlung von Knochenmetastasen
Knochenmetastasen sind die häufigsten malignen Knochentumoren und betragen mehr als 80% aller malignen Knochentumoren. Die Knochenmetastasen entstehen nicht im Knochen und sind Absiedlungen einer anderen Tumorerkrankung. Sie gelangen von ihrem Ursprung in einem anderen Organ über die Blutbahn in den Knochen. Die häufigsten Knochenmetastasen treten bei Patienten mit Brustkrebs (Mamma-Carcinom), Lungenkrebs (Bronchial-Carcinom), Krebs der Vorsteherdrüse (Prostata-Carcinom), Nierenkrebs (Nierenzell-Carcinom) oder Schilddrüsenkrebs (Schildrüsen-Carcinom).
In den meisten Fällen ist die chirurgische Therapie nicht angezeigt und die onkologische oder strahlentherapeutische Therapie stehen im Vordergrund. Die typischen Indikationen für die operative Therapie der Skelettmetastasierung sind dabei die Biopsie zur Klärung der Ätiologie, die Versorgung eines drohenden oder eingetretenen Knochenbruchs oder Instabilitäten der Wirbelsäule, der konservativ nicht beherrschbare Schmerz, neurologische Ausfälle oder in Einzelfällen eine kurative Chance (z.B. beim Nierenzellkarzinom).
Wir beraten Sie in unserer Sprechstunde über die Notwendigkeit einer chirurgischen Therapie und die möglichen Therapieoptionen.