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Die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie deckt das komplette Spektrum der modernen Unfallchirurgie ab. Als universitäres Zentrum mit überregionaler Bedeutung bieten wir eine umfassende Versorgung von Verletzungen aller Schweregrade – von akuten Notfällen bis zur komplexen Rekonstruktion.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Schwerverletztenversorgung im Rahmen des SAV-Verfahrens. Durch enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit benachbarten Fachdisziplinen sowie die unmittelbare Anbindung an die Intensivmedizin gewährleisten wir eine optimale, ganzheitliche Behandlung.
Unsere Expertise für Ihre Gesundheit
Das Team der Speziellen Traumatologie
Prof. Dr. med. Michael Hackl
Klinikdirektor
Klinikdirektor für Unfallchirurgie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Zusatzweiterbildung Spezielle Unfallchirurgie
Zusatzweiterbildung Handchirurgie
Expertenzertifikat der D-A-CH Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie (DVSE)
AGA Faculty Member
Ständiger D-Arzt Vertreter
Prof. Dr. med. Paul Alfred Grützner
Ärztlicher Direktor – BG Klinik Ludwigshafen
Dr. med. Moritz Kolster
Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
M. Sc. (Public Health)
Sektionsleiter Akuttraumatologie
Spezielle Unfallchirurgie | Notfallmedizin
AO-fellowship trained | ATLS, TDSC
Physikalische Therapie
Ständiger D-Arzt-Vertreter
Medizinische Begutachtung
Dr. med. Frederik Weil
Oberarzt
Facharzt f. Orthopädie und Unfallchirurgie
Spezielle Unfallchirurgie
Notfallmedizin
DGU-Zertifikat Kindertraumatologie
Versorgung Schwerverletzter
Die Versorgung schwer- und schwerstverletzter Patientinnen und Patienten erfolgt an der Universitätsmedizin Mannheim nach den aktuellen nationalen und internationalen, evidenzbasierten Leitlinien zur Polytraumaversorgung. Als zertifiziertes überregionales Traumazentrum ist die Klinik in das Traumanetzwerk eingebunden und erfüllt höchste Anforderungen hinsichtlich Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aller beteiligten Fachdisziplinen können auch komplexe Verletzungsmuster mit Beteiligung mehrerer Organsysteme jederzeit auf universitärem Niveau behandelt werden.
Die Erstversorgung erfolgt in einem hochmodern ausgestatteten Schockraum, der rund um die Uhr durch ein erfahrenes interdisziplinäres Team besetzt ist. Hier arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten der Unfallchirurgie, Anästhesiologie, Radiologie und Neurochirurgie eng zusammen und werden durch qualifiziertes Pflegepersonal, Radiologieassistenz sowie weitere Fachkräfte unterstützt. Bereits vor Eintreffen des Patienten werden alle notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen vorbereitet, sodass unmittelbar nach der Aufnahme eine strukturierte und prioritätenorientierte Versorgung beginnen kann.
Grundlage der Behandlung sind standardisierte Schockraumalgorithmen nach internationalen Versorgungskonzepten. Diese ermöglichen eine schnelle Identifikation lebensbedrohlicher Verletzungen und eine zeitkritische Einleitung der notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen. Durch klar definierte Abläufe und regelmäßige interdisziplinäre Trainings wird eine hohe Behandlungsqualität sichergestellt und auch in komplexen Notfallsituationen ein effizientes Teamwork gewährleistet.
Ein wesentlicher Bestandteil der Versorgungsqualität ist die unmittelbare räumliche Nähe aller für die Akutversorgung relevanten Bereiche. Der Schockraum ist direkt an die radiologische Diagnostik angebunden, sodass eine Computertomographie ohne zeitaufwendige Transporte unmittelbar durchgeführt werden kann. Die rund um die Uhr verfügbare Schockraum-CT ermöglicht eine schnelle und umfassende Diagnostik komplexer Verletzungsmuster und bildet die Grundlage für eine zielgerichtete Therapieplanung. Durch die kurzen Wege zwischen Schockraum, Radiologie, Operationsbereich und Intensivstation werden wertvolle Minuten eingespart und die Versorgungskette ohne Unterbrechung fortgeführt.
Nach Abschluss der Primär- und Sekundärdiagnostik wird die weitere Behandlungsstrategie im interdisziplinären Team festgelegt. Dabei werden alle erhobenen Befunde sowie der aktuelle hämodynamische Zustand der Patientin oder des Patienten berücksichtigt, um das optimale weitere Vorgehen individuell festzulegen. Je nach Verletzungsmuster erfolgt unmittelbar die operative Versorgung, die Verlegung auf die Intensivstation oder – bei stabilem Zustand – die Weiterbehandlung auf einer Normalstation.
Für operative Eingriffe stehen mehrere modern ausgestattete Operationssäle zur Verfügung, die jederzeit für Notfalleingriffe bereitstehen. Neben modernsten Osteosyntheseverfahren kommen hochauflösende intraoperative 3D Bildgebung und Navigationssysteme zum Einsatz, um eine maximale Präzision bei der Versorgung komplexer Frakturen zu gewährleisten. Die enge organisatorische und räumliche Verzahnung aller beteiligten Fachabteilungen ermöglicht eine lückenlose Versorgung auf höchstem universitärem Niveau – von der Notfallaufnahme bis zur definitiven operativen Behandlung und intensivmedizinischen Betreuung.
Versorgung komplexer Extremitätenverletzungen
Die Behandlung komplexer Verletzungen des Beckens sowie der oberen und unteren Extremitäten gehört zu den zentralen Schwerpunkten des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums der Universitätsmedizin Mannheim. Insbesondere Mehrfragmentfrakturen, komplexe Gelenkfrakturen, offene Verletzungen, ausgedehnte Weichteilschäden sowie kombinierte Verletzungen von Knochen, Knorpel, Gefäßen, Nerven, Muskeln, Sehnen und Bändern stellen hohe Anforderungen an die operative Expertise und die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dank der langjährigen Erfahrung des Behandlungsteams sowie der modernen technischen Ausstattung kann das gesamte Spektrum dieser anspruchsvollen Verletzungen auf höchstem medizinischem Niveau versorgt werden.
Ziel der Behandlung ist stets der bestmögliche Erhalt beziehungsweise die Wiederherstellung der Funktion der betroffenen Extremität unter Berücksichtigung individueller patienten- und verletzungsspezifischer Faktoren. Dabei wird für jede Patientin und jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept entwickelt, das sowohl die Schwere der Verletzung als auch Begleiterkrankungen, funktionelle Anforderungen und persönliche Bedürfnisse berücksichtigt.
Zum Einsatz kommen moderne Osteosyntheseverfahren mit winkelstabilen Implantaten, minimalinvasive Operationstechniken sowie computergestützte Navigationsverfahren und intraoperative dreidimensionale Bildgebung. Diese Verfahren ermöglichen eine besonders präzise Reposition komplexer Frakturen sowie eine exakte Kontrolle der Implantatlage bereits während der Operation. Gleichermaßen werden Begleitverletzungen von umliegenden Weichteilstrukturen (z. B. Sehnen und Bänder) in die operative Versorgung eingeschlossen und nach neuesten Standards behandelt. Dadurch können optimale biomechanische Voraussetzungen für die Knochenheilung geschaffen und gleichzeitig das Risiko von Fehlstellungen oder Revisionsoperationen reduziert werden.
Die Versorgung komplexer Verletzungen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Fachdisziplinen der Universitätsmedizin Mannheim. Insbesondere bei kombinierten Gefäß-, Nerven- oder Weichteilverletzungen besteht eine etablierte interdisziplinäre Kooperation mit der Gefäßchirurgie, Neurochirurgie, Plastischen Chirurgie sowie weiteren spezialisierten Bereichen. Durch diese enge Vernetzung können auch hochkomplexe Verletzungsmuster umfassend und ohne Zeitverlust behandelt werden.
Ein wesentlicher Bestandteil des Behandlungskonzeptes ist die frühfunktionelle Nachbehandlung. Bereits ab dem ersten Tag nach der operativen Versorgung beginnt – soweit medizinisch möglich – die intensive physiotherapeutische und ergotherapeutische Betreuung. Ziel ist es, Mobilität und Gelenkfunktion frühzeitig zu fördern, Komplikationen vorzubeugen und die Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten möglichst schnell wiederherzustellen. Ärztliche Behandlung, pflegerische Betreuung und rehabilitative Maßnahmen greifen dabei nahtlos ineinander und bilden die Grundlage für eine bestmögliche funktionelle Genesung sowie eine erfolgreiche Rückkehr in Alltag und Beruf.
Kooperation mit der BG Klinik Ludwigshafen
Für die Behandlung besonders komplexer Verletzungen besteht eine enge, strukturierte Kooperation mit der BG Klinik Ludwigshafen. Diese Kooperation ermöglicht insbesondere spezialisierte plastisch-rekonstruktive Weichteildeckung, mikrochirurgische Rekonstruktionen peripherer Nerven und eine frühzeitige, spezialisierte rehabilitative Weiterbehandlung. Dadurch wird eine funktionelle Nachbehandlung und die langfristige Wiederherstellung der Extremitätenfunktion gewährleistet.